Erdöl, der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaft. Kenner prophezeien ein baldiges Ende der Verfügbarkeit des fossilen Energieträgers. Doch was wäre, wenn die gängige Entstehungstheorie sich als unzutreffend erweisen und die Erde diesen Rohstoff in Unmengen selbst produzieren würde? Hirngespinst oder Abzocke?

Ein Inder verbraucht zur Zeit knapp einen, ein Europäer fünf und ein Amerikaner sogar zehn Liter Erdöl. Der weltweite Verbrauch steigt von Jahr zu Jahr immer mehr an. Es bleibt zu fragen, woher das zusätzliche Öl stammen soll, wenn, laut so genannter Expertenmeinung, der Förderhöhepunkt bereits erreicht wurde und die globale Fördermenge immer weiter zurückgeht. Gemäß der gängigen Theorie der fossilen Brennstoffe zufolge, dauert es Millionen von Jahren, bis sich erneut abgestorbene Organismen auf dem Meeresboden ablagern, unter enormen Druck und großer Hitze zu Öl und Gas verwandeln und dann in jenen Ölfeldern ansammeln, die der Mensch schließlich anzapfen und endlich für seine Zwecke nutzen kann.

Entgegen dieser Sichtweise gibt es aber einige Wissenschaftler, die den biologischen Ursprung des Öls vehement bezweifeln. Sie sprechen sich für die so genannte abiotische Entstehungstheorie aus. Jener Ansicht zufolge, kann die Entstehungsgeschichte des Öls nicht mittels der Fossilien erklärt werden, vielmehr verbinden sich Kohlenstoff und Wasserstoff unter hohem Druck und entsprechender Temperatur zu Kohlenwasserstoff, was wir letztlich als Gas und Erdöl bezeichnen. Hierfür spricht, dass die gigantischen Ölfelder, die so genannten Elefantenfelder, in der Nähe der plattentektonischen Grenzen liegen, dort wo beispielsweise die Nord- auf die Südamerikanische Platte oder die Afrikanische auf die Eurasische Platte trifft.

Im russischen Elefantenfeld Romashkino brach in den 1980er Jahren die Erdölförderung vollständig zusammen. Die Felder waren leer. Nach einigen Jahren tauchte plötzlich neues Öl auf! Falls Öl ein biologisches Produkt ist, wie konnten sich die völlig erschöpften Quellen so schnell wieder auffüllen? Wenn man beweisen könnte, dass Öl tatsächlich permanent neue Reservoirs bildet und eine verlässliche Methode gefunden würde, diese Felder aufzuspüren, dann würde der Erdölpreis immer weiter fallen und nicht in solch exorbitante Höhen steigen, wie es beispielsweise 2007 ($ 147/Barrel) der Fall war. Doch welche Ölgesellschaft sollte daran ein ernsthaftes Interesse haben, liegt ihr Augenmerk doch eher in der drohenden Verknappung des Schwarzen Goldes.

Experimentelle Auswertungen am Institut für Feinstoffchemie in Moskau haben ergeben, dass Kohlen- und Wasserstoff sich unter sehr hohem Druck sehr wohl zu Kohlenwasserstoff verbinden. Unter künstlichen Bedingungen wurden Gase wie Methan, Ethan, Propan und Butan hergestellt, was nach herrschender Theorie nicht sein kann, da diese Gase nur biologisch entstehen können.

Das ist der experimentelle Beweis, für die Theorie der abitotischen Entstehung von Erdöl. Kohlenwasserstoffe und Öl können sich faktisch genauso im Erdmantel bilden. Ich würde sagen, Öl wurde, Öl ist und Öl wird bis in alle Ewigkeit neu gebildet. [Vladimir Kutcherov, Experimentalphysiker, Moskau State Academy]

Im Jahr 2009 stellte die NASA auf dem Mars das leicht zu entdeckende Gas Methan fest. Nach Meinung des US-amerikanischen Chemikers und Nobelpreisträgers der Harvard Universität, Dudley Herschbach, bedeutet diese Entdeckung wahrscheinlich auch, dass sich dort, in noch größerer Tiefe, ebenso komplexere Kohlenwasserstoffe, sprich Öl, bilden könnten. Also entweder gab es einst biologisches Leben auf dem Mars, was nun peu à peu zu Erdöl und Erdgas verarbeitet wird oder Erdöl entsteht tatsächlich auf abiotische Art und Weise. Beides würde unser Weltbild jedenfalls ganz schön ins Wanken bringen.

Kürzlich entdecken Astronomen auf einem der Saturnmonde ganze Meere aus Methan. Doch die Öffentlichkeit erfährt hiervon recht wenig. Warum? Weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Welt ist eine Scheibe, das Weltall dreht sich um die Erde und Erdöl entsteht eben aus Fossilien, in Ewigkeit – Amen.

[Öl und doch kein Ende | 3sat | ca. 30 min]

Kommentare
von admin
Gepostet 1. Mai 2010 at 14:18

Siehe auch den unten aufgeführten Link, der zwar in einem anderen Kontext steht, aber auf dasselbe hinausläuft: Die so genannten biologischen Gase entstehen anscheinend auf abiotische Art und Weise.

Muss die Naturwissenschaft ihre gegenwärtige Sichtweise möglicherweise überdenken?

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/04/forscher-untersuchen-irdischen-mars-see.html

von admin
Gepostet 2. Juli 2010 at 12:54

Ein ebenfalls interessanter Artikel findet sich auf der folgenden Seite:
http://www.freie-allgemeine.de/artikel/news/chemie-nobelpreistraeger-erdoel-waechst-nach/

von TT
Gepostet 19. Juli 2010 at 13:01

Öl wird es immer geben, egal ob abotisch oder biotisch.
Es geht uns gerade trotzdem aus, man sieht es am Förderverlauf jedes x-beliebigen Ölfeldes.
Aber keine Sorge, in ein paar Millionen Jahren gibts ja wieder genug neues Öl.

von Öl und doch kein Ende ?
Gepostet 30. Mai 2011 at 05:22

[...] und weiter: http://www.aqal-news.de/2010/04/26/oel-und-doch-kein-ende/ Blog this! Recommend on Facebook Buzz it up Share via MySpace Tumblr it Tweet about it Buzz it up [...]

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