2009 wurde Barack Obama der Friedensnobelpreis für seine Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern zuerkannt. Besonders fiel bei dieser Entscheidung Obamas Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt ins Gewicht. Dennoch werden weltweit  immer mehr Stimmen laut, die sich gegen die Entscheidung des Nobelkomitees stellen.

„Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen.“[Thorbjørn Jagland, norwegischer Komiteechef]

Der 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Woodrow Wilson, wurde der Friedensnobelpreis verliehen, weil er die Gründung des Völkerbunds in die Wege leitete und damit den Grundstein zur Entstehung der Vereinten Nationen legte. Der Bürgerrechtler Martin Luther King wurde mit diesem Preis geehrt, weil er sich für die Rechte der Schwarzen einsetzte. Henry Kissinger beendete als US-Außenminister den selbst begonnenen Vietnam-Krieg, wofür er den Friedensnobelpreis verliehen bekam. Sogar Altkanzler Willy Brandt wurde für seine Politik der Entspannung mit dem begehrten Preis entlohnt. 2009 folgte dann Barack Hussein Obama.

Doch der amtierende US-Präsident mag so gar nicht in dieses Bild passen und dies vor allem aus zwei Gründen. Zum einen hat er bisher keine handfesten außenpolitischen Erfolge vorzuweisen und zum anderen wurde der Friedensnobelpreis zum ersten Mal in seiner Geschichte an eine Person vergeben, die den theoretischen Frieden predigt und mindest zwei reale Kriege führt.  Ein Vergleich mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Adolf Hitler liegt zwar fern, kann einem aber durchaus in den Sinn kommen. Die Entscheidung des Komitees aus Stockholm gibt jedenfalls nicht nur Anlass zur Kritik, sondern vor allem zur ernsthaften Besorgnis.

An genau diesem Punkt setzen Frieder Wagners Bemerkungen an. Der Regisseur des Filmes Todesstaub – Uranwaffen und die Folgen kommentiert die Dankesrede des amerikanischen Präsidenten und meldet massive moralische Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung des Nobelkomitees an.

[Friedensnobelpreis für Barack Obama]

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