Die Kabbala
22. Januar 2010


Madonna und viele andere Pop-Stars propagieren sie, die Kabbala. Moderne Marotte, antiker Aberglaube oder eine sehr außergewöhnliche und komplexe Philosophie?

Die Kabbala gilt als die mystische Tradition des Judentums. Die Wurzeln der Kabbala reichen bis zur Tora zurück, jener Heiligen Schrift des Judentums. Bei der kabbalistische Überlieferung handelt es sich in gewisser Weise um ein Geheimwissen, das einst nur Eingeweihten zugänglich war. Die Basis der kabbalistischer Traditionen wird durch die Suche nach der Erfahrung einer unmittelbaren Beziehung zu Gott gebildet. Nach kabbalistischer Ansicht hat Gott alles, was er im Universum geschaffen hat, auch am Menschen geschaffen. Demnach ist jeder Mensch ein Universum im Kleinen. Der körperlichen Gestalt des Menschen kommt somit eine universelle Bedeutung zu, denn Gott selbst wird in der Tradition der jüdischen Mystik mit letzter Konsequenz auf eine menschliche Art und Weise gedacht. Die Vollkommenheit des göttlichen Makrokosmos personifiziert sich hierbei im Menschen, welcher als Mikrokosmos zwar unvollkommen, aber dennoch ein Abbild des himmlischen Urmenschen (Adam) darstellt. Wie im Großen, so auch im Kleinen!

Nach kabbalistischen Verständis steht der Mensch unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte. Er kann jene Kräfte aber auch entscheidend beeinflussen. Dies geschieht beispielsweise durch Worte. Das Aussprechen von einzelnen Wörtern oder ganzen Sätzen kann eine unmittelbare Einflussnahme auf das damit Bezeichnete nach sich ziehen. Es gibt generell keine allgemeingültige kabbalistische Lehre, vielmehr erfolgt die Innitiation in das kabbalistische Geheimwissen durch einen Lehrer. Das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler steht absolut im Vordergrund. Nur die würdigsten Schüler werden sowohl in das theoretische als auch in das paktische Wissen respektive in die magischen und mantischen Praktiken eingewiesen.

Ihre Blütezeit erlebte die kabbalistische Lehre im Mittelalter, danach schien sie immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts finden kabbalistische Lehren und Motive wachsende Aufmerksamkeit auch außerhalb des Judentums. Zunächst wurde dies Lehre ausschließlich von Theologen und okkulten Kreisen beachtet, dann dehnte sich die Bekanntheit der Kabbala vor allem im Kreise der so genannten New Age-Szene immer rasanter aus. Spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem einige Prominente aus dem Showbusiness in den letzten Jahren vermeintlich auf den Spuren dieser traditionellen Lehre flanieren, erwächst diesbezüglich ein neues Masseninteresse.

THE HISTORY CHANEL führt seine Zuschauer mit dieser Dokumentation aus der Reihe Schlüssel zur Vergangenheit in die mystische Welt der Kabbala ein und erklärt worin die besondere Faszination dieser uralten Praktik liegt.

[Schlüssel zur Vergangenheit - Die Kabbala]

Kommentare
von plugi
Gepostet 28. September 2010 at 04:04

Einfluss auf die Kräfte geschiet nicht durch die Wörter oder Wortmanipulationen, sondern man arbeitet mit Kavana (Absicht) und die wird durch das Material=Verlangen durchgezogen. Man nimmt kein Einfluss im diesen Sinne, sondern man ändert sich selbst, dass nennt man die Änlichkeit der Form.
Es gibt eine Möglichkeit die Weisheit der Kabbala näher kennenlernen. Hier ist Link
http://kongress.kabbalalernzentrum.info/vortragsreihe-kabbala

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