Gegen fast alles gibt es mittlerweile die geeignete Pille. Doch unsere Ärzte, Apotheker und Politiker drücken bei den Nebenwirkungen gern auch mal ein Auge zu.

Die großen Pharmaunternehmen der Welt können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Ob nun Novartis, Ratiopharm, Roche, Pfizer, Bayer oder Berlin-Chemie, sie alle haben nur ein Interesse, möglichst viel Geld zu machen. Politiker werden gekonnt manipuliert und hinters Licht geführt und Ärzte sowie Apotheker auch schon mal gerne mit gewissen Sonderposten und etwaigen Versprechungen korrumpiert.

Dies alles geht natürlich auf Kosten und zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder eben besagte Berufsgruppen mit Gefälligkeiten umworben werden. Jeder zweite Deutsche nimmt regelmäßig Medikamente zu sich. Mindestens 16.000 Menschen sterben allein jedes Jahr in Deutschland an den Folgen der Nebenwirkungen. Fazit: Die Pharmaunternehmen stellen ihre Medikamente nicht her, um den Menschen gesund, sondern um ihn abhängig zu machen.

Um dies zu beweisen gründete Frontal21 im Laufe der Recherche extra eine Scheinfirma. Ziel war es, ein nicht zugelassenes pharmazeutisches Produkt zu bewerben, unbemerkt an den Zulassungsbestimmungen vorbei zu schmuggeln und zusätzlich millionenschwere Werbekampagnen, getarnt als redaktionelle Zeitungsberichte in Hochglanzmagazinen wie Vogue, aber auch der auflagenstarken “Apotheken-Umschau” zu schalten.? Wer das für unmöglich hält, wird in dieser 45 minütigen Reportage eines Besseren belehrt.

Die Journalisten Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation “Das Pharma-Kartell – Wie Patienten betrogen werden” auf, wie der Deal mit den Medikamenten funktioniert. Diese Therapie bekommen die Deutschen zur GEZ- Gebühr sozusagen gratis dazu und sie dauert auch nur 45 Minuten. Für Risiken und Nebenwirkungen ist jeder verständlicherweise selbst verantwortlich.

[Das Pharmakartell - Wie Patienten betrogen werden]

Kommentare
von Anna Luehse
Gepostet 21. März 2010 at 01:22

Google: “TOD DURCH TAMIFLU”

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