Goldene Natur
Die Klimaerwärmung geht auf das Konto der Menschen. Jedoch scheinen sich manche Konten schneller als andere zu füllen. Das goldene Zeitalter des Umweltschutzes hat begonnen.


Zwischen dem 7. und 18. Dezember 2009 fand im dänischen Kopenhagen die 15. UN-Klimakonferenz statt. Die ehrgeizigen Ziele lauteten: Reduzierung des weltweiten CO2 Ausstoßes um bis zu 95 Prozent, um eine Erderwärmung von maximal 2,0 Grad zu gewährleisten. Mit der jährlichen Austragung des Klimagipfels scheint die Wissenschaft endgültig auf dem Zenit ihres einflussreichen Erfolges angekommen zu sein. Unsere Wissenschaftler versuchen nicht mehr nur die Phänomene der Welt zu deuten, sondern nehmen einen entscheidenden Einfluss auf den Lauf der Dinge. Ihrer hoch geschätzten Meinung zufolge, trägt der Mensch die alleinige Schuld an der momentan stattfindenden Klimaerwärmung. Trotz aller euphorischen Einstimmigkeit dürfen alternative Sichtweisen und anders lautende wissenschaftliche Fakten nicht unberücksichtigt bleiben, zumal es berechtigte Zweifel an der mittlerweile zur unumstößlichen Wahrheit mutierten anthropogenen Erderwärmungstheorie gibt. Zu Bedenken wären vor allem vier Fragen: Wie sind die wissenschaftlichen Grundvoraussetzungen beschaffen? Was sind die antreibenden Motive? Wem nützen diese Sichtweisen? Und zuletzt: Welche Maßnahmen können wir ergreifen?

Als erstes wären also die wissenschaftlichen Grundvoraussetzungen zu klären. Das bedeutet in Erfahrung zu bringen, ob die teilnehmenden Wissenschaftler prinzipiell bereit sind ihre eigenen Theorien zu hinterfragen, um sie gegebenenfalls zu modifizieren oder gar zu widerrufen. Am wissenschaftlichen Fortschritt teilnehmen zu wollen bedeutet nämlich, die Kühnheit zu besitzen, Vermutungen über den Ablauf der Welt anzustellen und jederzeit den Mut aufzubringen, die angestellten Vermutungen durch entsprechende Beweise zu widerlegen zu versuchen. So paradox und widersinnig es zunächst auch klingen mag: Die Zerstörung der eigenen Grundfesten ist und bleibt der Selbsterhaltungstrieb der Wissenschaft. Fortschreitende Wissenschaft ist kein Zustand, sondern ein immer währender Prozess. Sollte dies jemals in Vergessenheit geraten, dann schwindet damit nicht nur die Grundvoraussetzung der Wissenschaft als Wissenschaft, sondern mit ihr die Funktion der Wissenschaft als Antriebsmotor der Gesellschaft. Auf gut deutsch, wenn die Wissenschaft ihre Auftraggeber vergisst, dann können wir die Wissenschaft auch getrost vergessen. Die Wissenschaft sollte mit dem Zeitalter der Aufklärung die Rettung aus der dogmatischen Kirchenlehre herbeiführen. Sie ist offenbar gescheitert! Mittlerweile scheint sie nämlich selbst in diesem Dilemma gefangen zu sein, und dies vornehmlich deshalb, weil es ihr mehr um die Verkündung starrer Wahrheiten und weniger um die Erforschung abwandelbarer Gewissheiten zu gehen scheint.

Kein geringerer als der von der Wissenschaft so hoch gelobte österreichisch-britische Philosoph Karl Popper war es, der daran gemahnte, dass weder die Masse der Daten, noch die Anzahl der Wissenschaftler, die hinter einer anerkannten Theorie stehen, maßgeblich für den Beweis jener Theorie sind. Sie erhöhen allenfalls im Idealfall die Wahrscheinlichkeit ihrer Gültigkeit. Ein einziges durch Fakten hinreichend belegtes Gegenbeispiel reicht nach Popper bereits aus, um die ehemals so standfeste Hypothese von ihrem Sockel zu stoßen. Erschreckender oder auch ernüchternder Weise stößt man beim Thema Klimaerwärmung gleich auf nahezu ein Dutzend ernstzunehmender Gegenbeispiele.

Da wäre zunächst einmal der Einfluss der Aerosole zu nennen. Aerosolepartikel sind so klein, dass die Einzelteilchen mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Unter Aerosole versteht man unter anderem den Feinstaub in der Luft, der durch Zigarettenrauch und dem Ruß der Autoabgase entsteht. Vor allem die deutschen Politiker nahmen die Verpestung durch die Autoabgase zum Anlass, um mit ihren farblichen Umweltplaketten von ihren Schwarz-Weiß-Denken abzulenken. Bei ihrer Umweltbilanzierung vergaßen sie nämlich komplett, dass der so genannte Nettoeffekt aller Schwebeteilchen von der Wissenschaft als deutlich abkühlend und nicht als erhitzend eingeschätzt wird. Weil diese blamable Fehleinschätzung allein nicht ausreicht, übersahen sie abermals ganz gekonnt, dass es in unserer Atmosphäre neben den von Menschenhand eingebrachten Verbrennungsprodukten wie Rauch, auch natürliche vorkommende Typen von Aerosole gibt. Natürlich auftauchende organische Anteile wären beispielsweise der Blütenstaub der Bäume und Pflanzen, die von den Bakterien gebildeten Pollen oder die Myriaden von Bakterien selbst. Hierzu gesellt sich eine schier unüberschaubare Anzahl an natürlich vorkommenden anorganischen Anteilen. Insbesondere können Vulkanausbrüche zu sehr hohen Konzentrationen von atmosphärischer Aerosole führen; von den Auswirkungen des Wüstenstaubs auf das Wetter mal ganz abgesehen. Über die direkten Reaktionen der Aerosole auf das Klima gelangt man schließlich zum bisher kaum erforschten Einfluss der Aerosolen auf die Wolkenbildung. Prinzipiell wissen die Klimaforscher recht wenig über den Effekt, den Wolken auf das globale Klima haben oder inwiefern der Kosmos mit seiner Protonenstrahlung die Atmosphäre beziehungsweise die Wolkenbildung beeinflusst. Noch weniger richten sie ihr Augenmerk auf die sich periodisch verändernde Erdachsenstellung, die wahrscheinlich ähnliche Folgen auf das aktuelle Klimageschehen mit sich bringt, wie die Wechselwirkungen von Kontinentalbewegungen und Meeresströmungen.

Zu guter Letzt sei der nicht unumstrittene Einfluss der Sonnenaktivität auf die Erde zu nennen. Einige Forscher gehen davon aus, dass die Zyklen von globaler Erwärmung und Abkühlung dem Muster der Sonnenaktivität folgen, so dass eine Erhöhung der Aktivität einem Temperaturanstieg und eine Abnahme einem Rückgang der Temperaturen zur Folge haben. Wissenschaftlichen Berichten nach hat die Sonnenaktivität zur Zeit ihren Tiefpunkt erreicht, dies würde auch erklären, warum die Klimaerwärmung momentan stagniert. Fällt der zu erwartende Aktivitätsanstieg aus, so können wir uns auf der Erde möglicherweise sogar auf eine Periode mit relativ kühlem Klima einstellen. Für unsere Breiten hieße dies, bitterkalte Winter und regenreiche Sommer, eine kleine Eiszeit eben. Oder erleben wir womöglich nur die Ruhe vor dem großen Sonnensturm, mit katastrophalen Dürreperioden. Hier gehen die Expertenmeinungen vollends auseinander? Im Endeffekt können die Klimaforscher noch nicht einmal das Wetter für eine Woche verbindlich vorhersagen, geschweige denn eine zuverlässige Prognose für die nächsten Jahrzehnte erstellen. Wie sich das Weltklima in Zukunft entwickeln wird, weiß kaum einer solide vorher zusagen. Vielleicht können wir Menschen diesmal nur abwarten und zuschauen oder eben doch einen gewissen Einfluss ausüben? Eines sollte mittlerweile klar sein, sich auf bloße Modellanalysen zu verlassen und alternative Hypothesen und Beobachtungsdaten von vornherein auszuschließen, greift bei dieser Bandbreite an Möglichkeiten offensichtlich ein bisschen zu kurz. Der vorherrschende wissenschaftliche Diskurs bezüglich der von uns Menschen verursachten Erderwärmung-Hypothese hat mit einem wissenschaftlichem Forscherdrang an und für sich nichts mehr zu tun. Offenbar bildet das dafür maßgebliche Gremium, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), eine wissenschaftliche Oligarchie, deren einziges Bestreben in der Politisierung der eigenen Interessen besteht.dog

Die Politisierung der eigenen Interessen ist auch schon die Antwort auf die zweite Frage, die da lautete: Was sind die antreibenden Motive der Wissenschaftler? Der Grund, warum die federführenden Wissenschaftler des IPCC alternative Ansichten oftmals unberücksichtigt lassen, liegt vermutlich in ihrem fehlgeleiteten Forscherdrang. Der eingangs erwähnte wissenschaftliche Antrieb zum selbsterhaltenden Fortschritt unterliegt somit dem auf Bewahrung ausgerichteten und auf reines Eigeninteresse begründeten Selbsterhaltungstrieb des Menschen. Im Klartext bedeutet dies, dass Versuchsanordnungen und Forschungsresultate oftmals derart manipuliert und interpretiert werden, dass sie gewissen Erwartungen dienlich sind. Dies können die eigenen Erwartungen aber auch Erwartungen Anderer sein. Der im November 2009 aufgedeckte Skandal der britischen East Anglia Universität, bei dem Computerhacker hunderte von E-Mails und Forschungsergebnissen britischer Klimaforscher im Internet veröffentlicht haben, belegt nicht unbedingt eine weltweite Klimaverschwörung, dennoch können sich die beteiligten Wissenschaftler dem Vorwurf der Datenbeschönigung und der Datenmanipulation fortan nur noch schwer erwehren. Anerkennung, Ansehen, Lob und der gesicherte Bezug von Forschungsgeldern gepaart mit einem ideologischen Drang zur Wahrheitsfindung können allesamt legitime Motive eines wissenschaftlichen Engagements sein. Die Politisierung der Wissenschaft wird erst dann zu einem ernsthaften Problem, wenn das, was faktisch nachweisbar ist, mit demjenigen vermischt wird, was gewissen Meinungen nach sein sollte. Völlig inakzeptabel wird es schließlich, wenn die objektiven Fakten nicht nur mit etwaigen individuellen Ansichten vermengt, sondern diesen komplett untergeordnet werden. Beispiele bei denen die wissenschaftlichen Fakten gewissen politischen und ökonomischen Zielen zu weichen hatten, gibt es haufenweise. Man braucht sich bloß die beschönigenden Gutachten der Tabak- oder Atomindustrie hinsichtlich diverser Krebserkrankungen in Erinnerung zu rufen. Die Unfähigkeit des Menschen zu selbstständigem Denken, bei manch einem aber auch die Verkopplung des Eigeninteresses mit der führenden Macht, stützen sowohl den Erhalt und die Herrschaft des Status quo.

Die vorletzte Anfrage lautet demnach: Wem nützen diese Sichtweisen? Oder anders gefragt: Wer hat darüber entschieden, dass die menschengemachte Erderwärmung die alles beherrschende zentrale Frage des 21. Jahrhunderts ist? Um nicht missverstanden zu werden: Die Umwelt von einer weiteren Vergiftung zu entlasten und bei der Energiegewinnung von endlichen auf unendliche Ressourcen umzuwechseln, ist lebensnotwendig und ein Gebot der Klugheit, gesetzten falls man ist am gesunden Fortbestand der Menschheit interessiert. Wird jedoch von der Umweltverschmutzung über den sorglosen Umgang mit den endlichen Ressourcen dieser Welt auf eine hausgemachte Klimaerwärmung geschlossen, so ist diese Schlussfolgerung, aufgrund der fragwürdigen Sachlage, mehr als an den Haaren herbeigezogen. Die Schuld für die Klimaerwärmung ausschließlich beim Menschen zu suchen, von welcher dieser sich dann mittels Emissionsrechten und CO2-Steuern frei kaufen kann, klingt doch eher nach einer modernen Interpretation des kirchlichen Ablasshandels. Wie schaut dann bitte die Bußpraxis für die nachfolgenden Generationen aus? Befreiung von der Erbsünde mittels implantiertem Umweltchip, um für die Verfehlungen der Vorfahren auf jeden Fall zur Kasse gebeten werden zu können? Anscheinend ein ertragreiches Geschäftsmodell, dass die Jahrhunderte schadlos überstanden hat und nun in einem neuen Gewand daherkommt. Geht es ein weiteres mal lediglich um Kontrolle und Profit und gar nicht so sehr um den sicheren Fortbestand der Menschheit? Wer profitiert letzten Endes von einer globalen Grundsatzdebatte, die sich lieber um 350ppm CO2-Konzentration dreht, anstatt über die weltweit 30.000 aktiven Kernwaffen, die eine Milliarde Hungerleidenden oder über die mehr als 33 Millionen HIV-Infizierten zu diskutieren? Eine Antwort hierauf zu finden, ist nicht gerade einfach und muss mehr oder weniger spekulativ bleiben. Unmittelbar profitieren hiervon sicherlich die schon erwähnten Wissenschaftler und das IPCC als strategische Hauptbasis. Seit der ersten Thematisierung in den 80er Jahren lautete die einhellige Strategie des IPCC so viel Aufmerksamkeit wie möglich in der Öffentlichkeit zu erzeugen.

Solange wir keine Katastrophen ankündigen, wird niemand zuhören [John Houghton, Vize-Präsident des IPCC, 1994]

Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mögen, entlassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will [Prof. Dr. H. Stephen Schneider, Lead Author in Working Group II of the IPCC, 1989]

Eine apokalyptische Hiobsbotschaft folgte der nächsten und weil mit schlechten Nachrichten mehr Geld als mit guten Nachrichten zu verdienen ist, sicherten sich die CO2 Lobbyisten damit in sehr kurzer Zeit die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Massenmedien. Die Medien merkten wiederum ziemlich schnell, dass die geschürten Ängste sich sehr positiv auf die Verkaufszahlen auswirkten. So profitierten also auch sie von einem Anstieg des Angst-Klimas. Ganz zu schweigen von den einflussreichen Wirtschaftsmagnaten der großen Industrienationen. Als die ehemaligen Lobbyisten der fossilen Brennstoffe aufgrund der hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit der Klimaagenturen nur noch gegen Windmühlen anzukämpfen schienen, realisierten sie schließlich, dass sich mit einer global abgestimmten Strategie zum Klimaschutz tonnenweise Geld verdienen lässt. Zuletzt dürfen in dieser Aufzählung die Politiker und die im Hintergrund offiziell sowie inoffiziell agierenden Hintermänner nicht fehlen. Sie sind mutmaßlich die größten Nutznießer dieser von Menschen gemachten CO2-Katastrophe. Am Ende seiner Präsidentschaft wies der ehemalige Oberbefehlshaber der Alliierten Streifkräfte Dwight D. Eisenhower auf den zunehmenden Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes hin. In Analogie hierzu warnt der dänische Politikwissenschaftler und Buchautor Björn Lomberg vor einem klimatisch-industriellen Komplex. Mit Blick auf einen sich global über alle Grenzen hinweg organisierenden Terrorismus und eine Zeit und Raum überbrückende Klimakatastrophe haben die Mächtigen dieser Welt somit diejenigen Kontrollmittel zur Hand, mittels dessen sie die Menschen besser denn je beeinflussen und steuern können. Einen Feind, den man nicht mehr sieht, kann man glücklicherweise weder einsperren noch besiegen. Und auch hier hört man die christlichen Glocken wieder läuten. Scheinbar ist der Teufel mittlerweile auch im Zeitalter der Virtualität angekommen.

Anstatt über die Realisierung einer modernen Variante von himmlischen Schlachten und teuflischen Abgründen nachzudenken, wäre es doch durchaus ratsam die Erwärmung der Erde als ein Fakt hinzunehmen und die Frage der Schuldigkeit hinten anzustellen. Zumal das IPCC auf Nummer sicher geht und propagiert, dass ein sofortiger Stopp aller Treibhausgasemissionen die Erwärmung der Erde nicht mehr verhindern könne. Bereits jetzt seien so viele Klimagase vorhanden, die über Jahrhunderte wirkten, dass „eine weitere Erwärmung nicht mehr zu vermeiden ist“. Sollte es in Wirklichkeit nur noch um eine Schadensbegrenzungs- und weniger um eine anzuwendende Unfallvermeidungstrategie gehen, so wäre eine Neuauflage der möglichen Handlungsspielräume in Sachen Klimaveränderung mehr als angebracht. Sieben Milliarden Menschen hinterlassen zweifelsohne ihren ökologischen Fingerabdruck und tragen selbstverständlich einen entscheidenden Anteil an der zunehmenden Umweltverschmutzung. Doch nochmals gilt es zu hinterfragen: Sind wir deswegen gleich für die Klimaerwärmung als Hauptschuldige heranzuziehen? Denkbar wäre es, denn bekanntlich schlägt der energetische Grundumsatz eines Menschen mit 100 Watt zu buche und 700 Milliarden Watt bringen über kurz oder lang so ziemlich jede Polkappe zum schmelzen. Doch Spaß beiseite, der Ernst der Lage verlangt es in Betracht zu ziehen, dass die Menschen diesmal nichts mit der Sache zu tun haben. Höchstwahrscheinlich trifft die Natur oder die Sonne, eventuell auch beide zugleich die alleinige Schuld am sich abzeichnenden Klimagau. Wenn schon eine Renaissance von religiösen Mechanismen stattfindet, warum dann nicht gleich noch weiter in der Geschichte zurück reisen, um die heilige Mutter Erde Gaia und den Sonnengott Helios anzurufen. Die beiden griechischen Gottheiten würden sich nach so langer Abstinenz über ein Revival sicherlich freuen und diese Last zum Wohle ihrer Schützlinge ganz bestimmt auch gerne auf sich nehmen. Wieso ist der moderne Mensch bloß so versessen darauf, sich selbst immer wieder zum Zentrum allen Seins zu erklären? Die Naturgewalten führen dem Menschen schon immer seine Abhängigkeit, Endlichkeit und Hilflosigkeit vor Augen und die Verantwortung für die sich ereignen Naturkatastrophen übernehmen zu wollen, ähnelt wohl eher dem krampfhaften Versuch über dasjenige Herr zu werden, was sich der Verfügungsgewalt des Menschen zu entziehen trachtet. Das Mysterium Mensch ist in ein noch größeres Mysterium eingebettet, dessen Wesen er lediglich ahnend erforschen und nur ansatzweise begreifen kann.

Schließlich und endlich bleibt noch die letzte Frage zu klären: Welche Maßnahmen soll die Menschheit auf diesem Hintergrund ergreifen? Anzuraten wäre eine Doppelstrategie, bei der einerseits der Ausstoß von Treibhausgasen und anderen Giften der Umwelt zur Liebe mehr und mehr eingeschränkt wird und andererseits Vorkehrungen für den Umgang mit einem klimaaktiven Planeten auf globaler Ebene getroffen werden. Der Zugang zu diesem Ansatz wäre derselbe wie beim bestehenden, nämlich der Drang zur Selbsterhaltung und der Wille zur Selbststeigerung. Die Menschen würden sich an diesem Projekt aus nichts anderem als aus diesen Gründen beteiligen. Hingegen wäre der Ausgang der Geschichte ein vollkommen offener. Das zur Zeit stattfindende Szenario mündet unausweichlich in einer Klimaschlacht, in der jeder gegen jeden kämpft und die Schuld für die Klimaerwärmung von der einen auf die andere Nation geschoben sowie die Verantwortung von einer Generation auf die nächste abgewälzt wird. Findet man sich hingegen mit einer zyklisch stattfindenden Temperaturveränderung mit kälteren und wärmeren Erdphasen ab, so können alle Kräfte gebündelt und das gesamte menschliche Potential darauf ausgerichtet werden, sich optimal auf ein sich erwärmendes oder eben auch abkühlendes Weltklima vorzubereiten und den so essentiellen Umweltschutz voranzutreiben. Selbstverständlich ist auch dies keine Garantie dafür, dass sich die Menschen nicht wiedereinmal die Köpfe einschlagen werden, aus Angst zu erfrieren oder zu verdursten. Jedoch bietet es einen gangbarer Weg die Klimaveränderung als Chance zum Überleben und nicht als einen unheilvollen Todbringer zu begreifen. Ob die Menschheit diese Gelegenheit für sich zu nutzen weiß, wird die Zukunft zeigen. Wie heißt es so schön: Das Glas ist halb voll oder war es halb leer? [Markus Altmann]

Kommentare
von Sascha Krug
Gepostet 14. Januar 2010 at 02:37

Gut zusammen gefasst!

Die “normale” Verschmutzung, die ein Mensch auf dieser Erde hinterlässt, ist von der Natur eingeplant, deswegen gibt es Bäume und Pflanzen.

Die absichtlich hervorgerufene Verschmutzung, wie auch teilweise schon genannt, durch Atombomben, (nicht genannt) künstliche Aerosole – Chemtrails, Abbau von Rohstoffen egal zu welchen Konditionen und Folgen, usw sind jedoch nicht im natürlichen Plan des Seins vorgesehen.

Da die Wirtschaft ja “innovativ” sein muss, denkt man sich jetzt halt neue Geschäftsfelder aus, da passt doch ein Klimawandel perfekt ins Bild, da ja viele Menschen auch die Natur und die Erde lieben und schützen wollen.

Diejenigen, die nach dem Wachstum, Konsum und Reichtum ausgerichtet sind, sehen ihren Antrieb in der Vermehrung ihres Geldes auf Kosten der Mitmenschen und der Natur, doch irgendwer soll halt dafür zumindest noch gezahlt haben.

Best Regards

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