Ein Überwachungsstaat überwacht seine Bürger zu ihrem eigenen Schutz. Doch wenn keiner die Überwachung bemerkt, dann ist es auch keine Überwachung und erst recht kein Schutz mehr.

Rasterfahndung, Großer Lauschangriff, Video-, Telefon-, Online-Überwachung und Vorratsdatenspeicherung. Bewegungsprofile in RFID-Chips, durch satellitenbasierte PKW-Maut, automatische Nummernschilderkennung, städtische Gesichtserkennungssysteme und Ortung des Mobiltelefons. Gendatenbanken zur Speicherung des Genetischen Fingerabdrucks. Datenbanken zur Speicherung biometrischer Merkmale wie Gesichtsmerkmale, Iris-Muster, Fingerabdruck, Geruchsproben und Lifescan. Und zuguterletzt der altbewährte Informant.

Befürworter des Überwachungsstaates führen die Verhinderung von Straftaten, organisierter Kriminalität und Terrorismus als Notwendigkeit für die Etablierung einer umfassenden Überwachung der Bürger an. Kritiker halten einen Überwachungsstaat hingegen für nur schwer oder gar nicht mit einer Demokratie und der Freiheitlich demokratischen Grundordnung vereinbar.

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