Die Schuldenuhr von New York platzt aus allen Nähten. 13 Ziffern sind mindestens eine zu wenig. Für eine barrierefreie Neuverschuldung der USA wurde kurzerhand das Dollarzeichen entfernt.

Schuldenuhr

Am 11. September 2001 stand New York wegen des Zusammenbruchs des World Trade Centers im Mittelpunkt des Geschehens. Acht Jahre später droht das Wirtschafts- und Finanzsystem zu kollabieren und schon wieder steht New York in den Schlagzeilen. In Manhattan, an der Kreuzung zwischen Sixth Avenue und der 42. Straße hängt die berühmteste Schuldenuhr der Stadt. Sie wurde dort 1989 vom bereits verstorbenen Immobilienunternehmer Seymour Durst angebracht, um die amerikanische Bevölkerung auf die rasant anwachsende Verschuldung des Landes aufmerksam zu machen. Das damalige Defizit belief sich auf 2,7 Billionen Dollar.

Im Jahr 2000 wurde die Uhr zwischenzeitlich sogar einmal angehalten, da die Staatsschulden wegen des erzielten Haushaltsüberschusses merkbar zurückgingen. Doch davon ist heutzutage nicht mehr viel zu spüren. Inzwischen sind die Schulden der USA in schwindelerregende Höhen gestiegen und neulich brachten sie sogar die digitale Anzeigetafel der National Debt Clock ins Wanken. Für die aktuelle Verschuldung von mittlerweile fast 12 Billionen Dollar werden 14 Anzeigefelder benötigt, jedoch standen nur 13 zur Verfügung. Damit hatte Ende der 80er Jahre anscheinend niemand gerechnet.

Doch bekanntlich macht Not ja erfinderisch. Kurzerhand wurde das vorangestellte Dollarzeichen zu einer eins umfunktioniert und die Betreiber kündigten eine Erweiterung der Anzeigefläche um zwei zusätzliche Felder für das kommende Jahr an. Theoretisch wäre somit eine Summe von bis zu einer Billiarde Dollar darstellbar. Die Geschichte wird zeigen, ob das Sprichwort Doppelt hält besser auch in diesem Fall zutrifft. (Markus Altmann)

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